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08:52 02.06.2020
Unbeschwertes Baden im eigenen Garten.
FOTO: EPR/GALENA

Schwimmen gehen gehört zum Sommer. In öffentlichen Frei- und Strandbädern wird es in dieser Saison aber, wenn überhaupt, für manche nur mit mulmigen Gefühlen möglich sein. Zu groß ist bei ihnen die Sorge vor Ansteckung. 

Unbeschwertes Baden ist dagegen im Garten möglich. Rund eine halbe Million private Pools gibt es in Deutschland, als gemauerte Becken oder Schwimmteiche, dazu noch einmal etwa eine Million Aufstellpools. Naturpools sind besonders im Trend. Ihr Vorteil: Auf eine Aufbereitung des Wassers kann verzichtet werden, denn das erledigen die Pflanzen von alleine. Eine sorgfältig abgestimmte Bepflanzung sorgt wie in einem natürlichen See für sauberes und klares Wasser. Dabei gibt es gewisse Abstufungen. In einem klassischen Schwimmteich ist die der Vegetation vorbehaltene Zone größer, in einem Naturpool mit biologischem Filtersystem kann sie kleiner ausfallen, so dass insgesamt weniger Platz für die Schwimmlandschaft gebraucht wird.

Natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit eines klassischen, gemauerten Pools. Dann sorgt eine Wasseraufbereitung für eine gute Qualität des Badewassers. Dafür werden häufig Dosiergeräte genutzt, die durch automatische Zugabe von Präparaten dafür sorgen, dass der pH-Wert und der Chlorgehalt des Wassers sich immer im grünen Bereich bewegen. Mit passenden Smarthome-Produkten lassen sich Wasseraufbereitung und weitere Funktionen wie Heizung auch übers Smartphone steuern und überwachen. Alternativ kann auch Elektrolyse zur Wasseraufbereitung genutzt werden. Diese Methode orientiert sich am Reinigungsprinzip der Meere. Durch einen geringen Anteil von Salz, der deutlich unter dem vom Meerwasser liegt, wird mittels Elektrolyse Natriumhypochlorit erzeugt. Dadurch erfolgt die Desinfektion ohne Zugabe weiterer Chlorpräparate. Zusätzlich wird ein Gerät benötigt, das den pH-Wert des Wassers immer automatisch im optimalen Wert zwischen 7,0 und 7,4 hält. Den leichten Salzgehalt des Wassers empfinden viele als angenehm, er kann zudem bei Hautproblemen wie Neurodermitis hilfreich sein. net

Erwachsene sollten Kinder in einem Garten mit offener Wasserfläche nie alleine lassen. Ertrinkungsunfälle passieren schnell.

Am besten den Pool bei Nichtbenutzung mit fester Folie oder Schiebeabdeckung sichern.

Alternativ gibt es auch Pool-Alarmgeräte, die einen Warnton ausstoßen, wenn eine Person oder ein Tier ins Wasser fällt.

Froschteich benötigt wenig Platz

Ein Teich ist immer eine Bereicherung für den Garten, auch dann, wenn er nur klein ist. Viele scheuen davor zurück, weil sie mit hohen Kosten und viel Arbeit rechnen. Das gilt aber vor allem für große Anlagen mit Fischbesatz. Ein kleiner Froschteich dagegen ist mit vergleichsweise wenig Mühe einzurichten. Die Tiere wandern von selbst aus der Umgebung zu, wenn die Bedingungen stimmen. Wer Frösche in den Garten locken will, muss dann allerdings auch konsequent auf Fische verzichten, die den Froschlaich auffressen würden. Ein Froschteich sollte mindestens 60 Zentimeter tief sein, eine Uferzone mit flachen Bewuchs aufweisen sowie großblättrige Wasserpflanzen wie Seerosen in der Mitte. Auf Springbrunnen oder Wasserspiele, die unruhiges Wasser verursachen, sollte verzichtet werden, ebenso auf Pestizide und Kunstdünger. Die Tiere sind nach Paragraf 44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt. net

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