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Home Sonderthemen Fläming Bad ohne Barrieren
06:46 07.05.2019
Eine bodengleiche Dusche ist nicht nur praktisch, mit ihr lassen sich auch Akzente setzen. FOTOS: DJD/SCHLUETER-SYSTEMS, FOTOLIA
Plameco-Fachbetrieb
Kunsttischlerei Michael Schulz
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Von Ulrich Nettelstroth 

Barrierefreiheit erscheint jüngeren Menschen mitunter als etwas Verzichtbares. Aber gerade bei der Konzeption des Badezimmers ist es sinnvoll, auf Schwellen zu verzichten. Denn wer sich nicht „krumm machen“ muss, um alltägliche Situationen zu meistern, kann im Alter länger die Selbstständigkeit bewahren. Außerdem kann es durch Unfälle oder Krankheiten auch in jüngeren Jahren zu Einschränkungen kommen. Für die Gestaltung von barrierefreien Bädern gibt es Fördermöglichkeiten, die genutzt werden können. Die Förderbank KfW bietet einen Kredit an, der nicht komplett zurückgezahlt werden muss, ergänzt durch Landesprogramme, die in Brandenburg über die Förderbank ILB laufen.

Für ein barrierefreies Bad empfiehlt sich ein etwas großzügigerer, freiräumiger und aufgeräumter Grundriss, sagt die Architektin Lütfiye Erbas vom Hersteller Vitra Bad. „Schräge Winkel und versteckte Ecken sind nur dann attraktiv, wenn der Bewohner sie auch erreichen kann“, erklärt sie. Handtuchhalter und die wichtigsten Schränke sollten so montiert sein, dass sie auch bequem im Sitzen er reicht werden können. Da mit zunehmendem Alter auch das Sehvermögen leidet, ist auch auf eine gute Ausleuchtung und ein intelligentes Kontrastverhältnis zu achten. Eine klare Linienführung hilft bei der Orientierung. Die farbliche Gestaltung etwa der Fliesen kann für Anhaltspunkte sorgen. Gut greifbare Formen sind empfehlenswert. Es gibt zudem attraktive Designelemente, etwa Abdeckungen aus gebürstetem Edelstahl, wie sie der Hersteller Schlüter-Systems im Angebot hat.

Küchenstudio Schultze

Im barrierefreien Bad sollten folgende Punkte gesichert sein:
- Tür geht nach außen auf und ist von außen entriegelbar
- Bodengleiche Dusche mit Sitzmöglichkeit, Wanne mit Seiteneinstieg
- Möbel mit abgerundeten Ecken
- Gute Ausleuchtung – auch in den Ecken
- WC mit ausreichenden Abständen seitlich und nach vorn
- Waschtisch mit Rollstuhl unterfahrbar, Spiegel für sitzende Personen einsehbar.


Werden immer seltener: Bienen und andere Insekten. FOTO: SHUTTERSTOCK/MMCEZ
Werden immer seltener: Bienen und andere Insekten. FOTO: SHUTTERSTOCK/MMCEZ

Naturschutzbund Nabu ruft zu einer Insekten-Zählaktion auf In vielen Brandenburger Gärten summt und brummt es kaum noch. Wissenschaftler berichten von einem massiven Rückgang der Zahl der Insekten. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Vieles deutet darauf hin, dass die intensive Landwirtschaft mit Giftstoffen und Monokulturen ein Grund ist.

Privatgärten und sogar Balkone können zu Refugien für bedrohte Tierarten werden, wenn sie insektenfreundlich gestaltet werden. „Die erste und einfachste Maßnahme ist es, eine wilde Ecke stehen zu lassen, die weder gemäht noch betreten wird“, erklärt Marja Rottleb, Gartenexpertin beim Naturschutzbund Nabu.

Bei der Gestaltung der Blumenbeete empfiehlt sie ein abwechslungsreichen Mix mit vielen heimischen Stauden. Aktuelle Studien haben aber gezeigt, dass auch in insektenfreundlich gestalteten Gärten und sogar in Naturschutzgebieten die Zahl der Insekten spürbar zurückgegangen ist.

Wie es wirklich um den Insektenschwund steht, soll eine Zählung zeigen, an der sich alle Interessierten beteiligen können. Vom 31. Mai bis zum 9. Juni und vom 2. bis zum 11. August können sich die freiwilligen Teilnehmer an einen frei gewählten Platz stellen und alles zählen, was sechs Beine hat: Bienen, Marienkäfer, Schmetterlinge, Libellen, Ameisen oder Wanzen. Die Aktion orientiert sich an der äußerst erfolgreichen „Stunde der Gartenvögel“, bei der Freiwillige ebenfalls auf Initiative des Nabu die Zahl Vögel in ihrer Wohnumgebung bestimmen. net

Info
Näheres zur Zählaktion des Naturschutzbunds unter www.nabu.de/insektensommer


Bei 43 Prozent der Deutschen wird täglich gekocht, bei 38 Prozent immerhin zwei- bis dreimal pro Woche, so der Ernährungsreport 2018 des Bundesministeriums für Landwirtschaft. „Die Menschen werden sensibler bei der Auswahl ihrer Ernährung“, sagt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Dafür sei eine gut ausgestattete Küche wichtig. Im Trend seien energiesparende, große Kühlschränke mit unterschiedlichen Temperaturzonen für die verschiedenen Lebensmittel. Frisches Obst benötigt eine andere Temperatur als Frischfleisch oder Käse, um seine Qualität zu behalten.

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