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17:03 03.03.2020
In den Niederlanden wurde das Konzept Energiesprong etwa in Tilburg erprobt.
FOTO: DENA

Von Ulrich Nettelstroth 

Die meisten Menschen in Deutschland wohnen in teilweise jahrzehntealten Gebäuden. Deren Energiebilanz ist oft schlecht, auf sie aber kommt es an, wenn der Verbrauch der Wohngebäude insgesamt deutlich sinken soll. Umfassende Sanierungen unterbleiben, weil die Kosten hoch sind. Einen neuen Ansatz bildet hier das aus den Niederlanden stammende Energiesprong-Konzept. Dabei wird das Haus mit einer vorgefertigten Wärmeschutzhülle ummantelt und außerdem das Dach mit Solarzellen belegt. So werden aus Altbauten moderne Nullenergiehäuser, die so viel Energie erzeugen, wie die Bewohner verbrauchen.

In Deutschland wurde Ende 2019 ein Pilotprojekt in Hameln (Niedersachsen) gestartet. Die drei Häuser standen seit fünf Jahren leer, der Schwamm hatte sich im Inneren ausgebreitet. Und die Umgebung galt vielen in der Weserstadt als sozialer Brennpunkt. Jetzt sind Gebäude und Quartier in positivere Schlagzeilen gerückt. Durch eine Sanierung mit vorgefertigten Dach- und Fassadenelementen, nachhaltiger Heiztechnik und Stromerzeugung wird das Gebäude auf den NetZero-Standard gebracht. Die Gebäude erzeugen mehr Energie als die Bewohner für Raumwärme, Warmwasser und Hausgeräte benötigen.

Die Fassadenteile mit Lärchenholz-Verschalung beinhalten neben einem umfassenden Dämmpaket aus Recycling-Glaswolle auch die Fenster und dezentrale Lüftungselemente mit Wärmerückgewinnung. Anschließend folgen die Dachelemente, die Kellerdecke wird ebenso mit 20 Zentimeter Dämmung versehen. Dank geringer Transmissionswärmeverluste erreicht das Gebäude den hocheffizienten KfW55-Standard. Photovoltaikanlagen auf dem Dach erzeugen CO2 -neutralen Strom. Eine Wärmepumpe mit Speichern versorgt die drei Gebäude des Wohnblocks mit Heiz- und Warmwasser. Alle Wohnungen erhalten neue Heizkörper.


Eine Ultra-Filtrationsanlage garantiert den effizienten Betrieb der Wärmepumpe.

Grundlage für die Sanierung ist ein 3-D-Scan des Gebäudes. Danach wurden die Bauelemente – Fassade, Dach, Technikeinheit – in einer Fa­brik passgenau produziert. Ihre Anlieferung und Montage benötigt wenige Wochen anstatt wie bisher Monate. „Der hohe Vorfertigungsgrad beim seriellen Sanieren ermöglicht es, deutlich kostengünstiger und schneller zu modernisieren“, sagt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. „Das macht es so attraktiv.“ In den Niederlanden sind schon etwa 4500 Wohngebäude so modernisiert worden.

Das Verfahren soll sich zukünftig auch für Einfamilienhäuser eignen. „Sobald es standardisierte, skalierbare Bauelemente gibt, besteht hier ein enormes Potenzial mit zahlreichen Vorteilen für Eigenheimbesitzer“, sagt Kristina Zimmermann von der Deutschen Energie-Agentur. Energetische Sanierungen würden leichter planbar.


Rezeptsuche online

Aber auch das Kochbuch ist weiter beliebt

Besuch ist angesagt und noch keine Idee, was man zu Essen anbieten kann? Keine Lust mehr, jeden Tag das gleiche zu kochen? Für viele Bundesbürger ist das Internet zur Quelle für neue Rezepte geworden: 44 Prozent derjenigen, die Mahlzeiten für Familie oder Freunde zubereiten, suchen online nach Inspirationen, so eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Demnach schauen 36 Prozent auf Rezeptseiten oder in Rezeptforen im Netz. 13 Prozent lesen Koch-Blogs. Deutlich seltener werden soziale Medien für die Rezeptsuche genutzt: 5 Prozent schauen sich Koch-Videos in sozialen Netzwerken oder auf Videoplattformen an – und 3 Prozent informieren sich anderweitig in sozialen Netzwerken über neue Gerichte. Mehrfachnennungen waren möglich.

Viele Bundesbürger stehen zumindest gelegentlich selbst am Herd: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) bereitet täglich Mahlzeiten zu. Fast ebenso viele (34 Prozent) tun dies wöchentlich. 16 Prozent kochen seltener als einmal pro Woche selbst. Lediglich jeder Zehnte (11 Prozent) kocht nie.

Am beliebtesten bei der Rezeptsuche sind klassische Kochbücher, die von 63 Prozent genutzt werden, 45 Prozent greifen auf eine private Rezeptsammlung zurück, 38 Prozent auf Rezepte in Zeitschriften. Mit 37 Prozent fragen fast ebenso viele bei Freunden oder Familie nach. Koch-Shows im Fernsehen sehen sich 17 Prozent der Befragten an.

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